• Super User
  • Aktuelles 2017/18

Des Pudels Kern?

Hier ist keineswegs von einer Hundeshow die Rede! Nein, des Pudels Kern bezieht sich auf das wohl bekannteste Drama von Johann Wolfgang von Goethe aus dem Jahr 1808. Die Tragödie "Faust – Teil I" handelt von einem Wissenschaftler namens Dr. Heinrich Faust, der nach unbändigem Wissen strebt und unfähig ist, sein Leben zu genießen. Deshalb lässt er sich auf einen verhängnisvollen Pakt mit dem Teufel ein – Seele gegen Lebenslust. Aber was hat es nun mit dem Pudel auf sich? Anfangs begibt sich ein schwarzer Pudel an die Seite Fausts, doch im Laufe der Geschichte verwandelt sich dieser plötzlich und erscheint schließlich in Form des Teufels Mephistopheles, dessen Auftreten Faust sowie weitere Akteure ins Unglück stürzt…

Im Rahmen des Deutsch-Unterrichts begaben wir uns am Donnerstag, dem 12. Oktober 2017, auf eine Reise, die uns, die 3AK, in die Vergangenheit, genauer gesagt in die Zeit um 1500, führte. Zu Beginn bereits beeindruckt von der Atmosphäre des Innsbrucker Landestheaters wurden wir von einer Mitarbeiterin "exklusiv" backstage durch die verschiedenen Bereiche, die man sonst als Besucher nicht zu sehen bekommt, geführt. So sammelten wir interessantes Hintergrundwissen, z. B. wie viel Arbeit und Aufwand notwendig ist, um ein Bühnenstück in dieser Dimension zu verwirklichen. Angefangen von Kostüm- und Maskenbildnern über Requisiten und technisches Equipment bis hin zu verschiedensten Werkstätten (Malerei) wurden wir von der Welt des Theaters förmlich "in den Bann" gezogen.

Die Inszenierung selbst wurde passend für die heutige Zeit modernisiert, trotzdem war es für uns Faust-Nichtkenner teilweise schwierig, den literarischen Texten zu folgen und die Handlung lückenlos zu verstehen. Dem Ensemble wurde alles abverlangt, was besonders in den anspruchsvollen Texten zum Ausdruck kam. So konnte wahrscheinlich am Ende des Stücks der eine oder andere von uns das Faust-Zitat "Da steh' ich nun, ich armer Tor! Und bin so klug als wie zuvor" auf sich beziehen.

Unser besonderer Dank gilt Frau Prof. Mag. Eva-Maria Rupprechter, die uns mit diesem Ausflug die anspruchsvolle Welt der Literatur ein Stück näherbringen konnte.

Caroline Treiner, 3AK